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Ein P-Konto als Schutz vor Kontopfändung

So steht es im Gesetz

Grundsätzlich hat jeder Verbraucher das Recht, sein Konto kostenlos vor Pfändungen schützen zulassen. Besonders, wenn das Konto gepfändet wird. Die gesetzliche Regelung des P-Kontos auch bekannt als Pfändungsschutzkonto findet sich in § 850k ZPO wieder. Der Zweck eines solchen P-Kontos besteht darin, dem Kunden eines solchen Kontos einen für die Pfändung von Arbeitseinkommen und sonstigem Einkommen geltenden monatlichen Grundfreibetrag zu gewähren.

Umwandlung in ein Pfändungsschutzkonto

Diese Umwandlung in ein P-Konto, gibt dem Betroffenen Sicherheit vor dem Zugriff seiner Gläubiger. Sicherlich ist so ein Konto eine tolle Sache, solange hier die persönliche Lebensgrundlage des Schuldners über das Guthaben bis zur Höhe eines bestimmten Freibetrages geschützt ist. Denn so ein P-Konto ermöglicht es, eine persönliche Lebensgrundlage zu sichern. 

Dabei kommt es für viele Bürger gerade recht, dass die Freibeträge zum 01.07.2017 wieder angehoben wurden und der Grundfreibetrag bei 1.133,80 € liegt. Dieser Grundbetrag erhöht sich bei gesetzlichen Unterhaltspflichten für die erste um monatlich 426,71 € und für die zweite um jeweils weitere 237,73 €.

Was passiert mit den Geldeingängen die zum Ende eines Monats auf dem Konto eingehen und für den Folgemonat gedacht sind? Damit diese Leistungen vor Pfändungen geschützt sind und weiterhin zur Sicherung des Lebensunterhalts zur Verfügung stehen, besteht die Pflicht, eingehende Zahlungen erst nach Ablauf des Folgemonats an den Gläubiger aus zukehren (§ 835 Abs. 4 ZPO).  Am besten lassen Sie sich durch eine Schuldnerberatung näher darüber informieren.

Pfändungsschutzkonto löst nicht die Überschuldung

Wer in der heutigen Zeit auf ein Pfändungsschutzkonto verweisen kann, hat in der Regel seit längerem schon finanzielle Probleme, die man auch nicht mit so einem Schutz weg denken kann. 

Den eigenen Lebensstandard sichern, oder den Gläubigern ein Schnippchen schlagen. 

Sicherlich ist so ein Konto eine tolle Sache, solange hier die persönliche Lebensgrundlage des Schuldners über das Guthaben bis zur Höhe eines bestimmten Freibetrages geschützt ist. Es ist verwegen zu denken, ein P-Konto reicht voll und ganz aus. Es ändert ja nichts an der Ausgangslage. Im Gegenteil, dass Problem - die Kosten und Zinsen der noch bestehenden Schulden wachsen weiter und irgendwann spielt die Gesundheit nicht mehr mit. Folglich sollte so ein Schutz nur eine kurze Lösung bis zur endgültigen Klärung und Regelung des finanziellen Defizits sein. 

Im Übrigen, so ein Pfändungsschutzkonto sichert ja nur das Lebensnotwendige ab - einen Grundbetrag. In der heutigen Zeit will man jedoch etwas mehr vom Leben, um nicht die sozialen Bindungen zu vergessen.

P-Konto in der Wohlverhaltensphase rück umwandeln?!

Bei einer Wohlverhaltensphase wurde das Insolvenzverfahren durch Schlusstermin beendet und das Insolvenzverfahren dadurch aufgehoben § 200 InsO. Damit befindet man sich in der Wohlverhaltensphase, die ebenfalls durch einen Beschluss angekündigt wird.

Nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens erlischt der sogenannte Insolvenzbeschlag des Schuldnervermögens. Das heißt, dass man mit sofortiger Wirkung über den pfändbaren Teil seines Kontoguthabens frei verfügen kann. Sollte man bis dahin noch ein P-Konto führen, macht die Rückumwandlung in ein reguläres Girokonto Sinn. Laut Bundesgerichtshof (BGH) mit Urteil vom 10.02.2015, BGH XI ZR 187/13, steht jedem Kontoinhaber das Recht zu, die Rückumwandlung seines P-Kontos zu verlangen.

Da der Pfändungsschutz insgesamt als eine Zusatzleistung bereitgestellt wird, kann auch diese Zusatzvereinbarung über das Pfändungsschutzkonto gekündigt werden und die bisherigen Vereinbarungen über das dem Pfändungsschutzkonto zugrunde liegende herkömmliche Girokonto wert fort. Sollte sich dennoch die Bank gegen die Rückumwandlung eines P-Kontos in ein Girokonto auf Guthabenbasis aussprechen empfiehlt es sich, bei der Beschwerdestelle der Kreditwirtschaft (Ombudsmann) eine Beschwerde zu erheben.