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Haftung als GF in einer GmbH

26. Juni 2017


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Die GmbH ist einer der wichtigsten juristischen Personen in Deutschland. Bestraft werden aber nur natürliche Personen etwa der Geschäftsführer (GF) wegen einer Insolvenzstraftat.

Befassen wir uns daher einmal mit dem GF einer GmbH oder UG. In beiden Gesellschaftsformen haftet üblicherweise keiner mit seinem Privatvermögen, sondern mit ihrem Anteil des Stammkapitals.

Hier bestätigt jedoch die Ausnahme, die Regel. Denn es besteht sehr wohl die Haftungsfrage für den GF, sofern gewisse Umstände vorliegen.
Eine Haftung könnte darauf zurückzuführen sein zum Beispiel wegen einer Insolvenzverschleppung oder wegen einem fehlenden Handelsregister-Eintrag oder aber auch wegen einer Pflichtverletzung.

Was aber genau versteht man unter diesen Haftungsbegriff:

• Haftung wegen Insolvenzverschleppung

Eine Baugesellschaft mbH, als Subunternehmer tätig, wird zahlungsunfähig weil zwei General- Bauunternehmungen zum wiederholten Male keine Gelder zahlten. So sah sich die Baugesellschaft nach einiger Zeit in Zahlungsschwierigkeiten. Die Gehälter des Geschäftsführers der GmbH und deren Mitarbeiter sowie weitere Kosten liefen weiter. Somit wurde das Stammkapital der Gesellschaft aufgebraucht.

Um neue Bauunternehmungen zu bewerben und damit gleichzeitig zu expandieren, investierte der Geschäftsführer in neue Baumaschinen. Sein Gedanke war, in ca. zwei, drei Monaten werden die Generalunternehmen ihre Zahlungen wieder aufnehmen und sogar ein neuer Großkunde wäre im Bestand.


Hier beginnt der Anfang zwischen Realität und Hoffnung. In diesem Fall ging seine Rechnung nicht auf: Einer der Bauunternehmungen ging in Insolvenz. Fünf Wochen später, nachdem die Zahlungsunfähigkeit eingetreten ist, beantragte die zweite Baugesellschaft mbH die Insolvenz.

Im Gesetz steht, dass Geschäftsführer, sei es eine GmbH oder UG unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag stellen müssen.

Leider ist die Vision des Geschäftsführers, die Krise verhindern zu können nicht aufgegangen. Weder der General- Bauunternehmer zahlte, noch konnte ein neuer Großkunde überzeugt werden. Somit spricht man von einer Straftat der verschleppten Insolvenz.

Folglich hätte der der Geschäftsführer, umgehend die Insolvenz bei Feststellung der Zahlungsunfähigkeit (Insolvenzreife) anmelden müssen, da die Haftung bei Kapitalgesellschaften auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt ist. So haftet jetzt der Geschäftsführer auch mit seinem Privatvermögen.

 

Publiziert durch:
Schuldnerberatung Vitovec
Quelle: http://www.schuldnerberatung-vitovec.de/
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Nach fast 26 Jahren Berufserfahrung, habe ich im Mai 2007 die Schuldnerberatung Initiative Insolvenz ins Leben gerufen. Hier bin ich als Schuldnerbetreuer tätig.

Als freier Mitarbeiter in einer Fachanwaltskanzlei für Insolvenzrecht arbeite ich mit der Geeigneten Person gem. § 305 InsO Abs.1 Nr.1 der Insolvenzordnung eng zusammen.

Seit 2007 wurden unter Mitwirkung der Initiativen Insolvenz Vitovec viele betroffene Mitmenschen erfolgreich betreut.

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