Privatinsolvenz gleich Verbraucherinsolvenz

Die Privatinsolvenz auch als Verbraucherinsolvenz bekannt, mit daran anschließender Restschuldbefreiung bietet Schuldner einen Weg aus der Überschuldung. Eine professionelle Schuldnerberatung oder ein Fachanwalt, bietet Ihnen eine unkomplizierte Hilfe auch zu einem Schuldenvergleich. Handeln Sie jetztund Sie können baldigst durchatmen und wieder ohne Schulden ruhig schlafen.

Das Ziel der Insolvenz

Nach der Insolvenz soll der Betroffene seine Ausgangssituation praktisch wieder auf Anfang stellen können. Das Ziel der Verbraucherinsolvenz ist dementsprechend, sich selbst von den Schulden bei den Gläubigern zu befreien, und zudem einen Pfändungsschutz zu bekommen.

Nach der Insolvenzzeit, die seit dem 01. Juli 2014 bei drei, fünf und sechs Jahren liegen kann, sind sämtliche Ansprüche der Gläubiger aufgehoben. Es spielt keine Rolle, wie viele Gläubiger der Betroffene zu bedienen hatte bzw. wie hoch die Schuldenlast insgesamt war. Das Privatinsolvenzverfahren unterteilt sich in zwei Stufen.

1. Stufe: Das außergerichtl. Schuldenbereinigungsverfahren

Das außergerichtliche Schuldenbereinigungsplanverfahren sieht vor, dass der zahlungsunfähige Schuldner versucht mit seinen Gläubigern eine Einigung zu erzielen. Die außergerichtliche Bemühung ist wichtig, damit in einem zweiten Schritt überhaupt der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt werden kann. Der außergerichtliche Einigungsversuch ist die Grundvoraussetzung dafür, dass sich der Betroffene anschließend an das Gericht wenden darf (vgl. §§ 305 ff. InsO).

Die zwei möglichen Ergebnisse:

Sobald auch nur ein Gläubiger dem außergerichtlichen Entwurf nicht zustimmt, kann der Prozess in das gerichtliche Insolvenzverfahren übergehen. Grundvoraussetzung für eine Einigung ist demnach, dass der Betroffene zahlungsunfähig ist. Die Erfolgsaussicht des außergerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahrens ist vielversprechend, wenn konkrete Vorschläge zur Schuldentilgung benannt werden. In diesem Zusammenhang sollten Ratenzahlungsvereinbarungen, mögliche Stundungen oder auch ein Teilerlass besprochen werden.

Stimmen die Gläubiger dem Verfahren zu, muss anschließend ein sinnvoller Vergleich erstellt werden. Dieser sollte die gegenseitigen Anforderungen berücksichtigen. Kann der Gläubiger in dieser Situation von Ihrem Plan überzeugt werden, bleibt eine langjährige Prozedur erspart. Fehler müssen von vornherein vermieden werden. Werden nach dem Vergleich die Zusicherungen fristgerecht eingehalten, erlöschen nach der vereinbarten Zeitspanne alle Schulden. Einem Neuanfang steht somit nichts mehr im Wege.

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2. Stufe: Das gerichtliche Verfahren

Beim gerichtlichen Schuldenbereinigungsplanverfahren handelt es sich um einen Bestandteil des Insolvenzverfahrens. Sobald der Schuldner einen Insolvenzantrag gestellt hat, ist die Bewilligung von einem schlüssigen Schuldenbereinigungsplan abhängig. Der Betroffene soll nachweisen, dass er sich einerseits die eigene Situation erkannt hat. Andererseits muss er skizzieren können, wie er mit seiner Ausgangslage in Zukunft umgehen wird. In den Plan werden sämtliche Informationen aufgenommen, die geeignet erscheinen, um das Insolvenzverfahren zu eröffnen. Im Vordergrund stehen die Gläubigerinteressen, so dass Einkommens-, Vermögens- sowie Familienverhältnisse zu den Grundaussagen eines Bereinigungsplans zählen sollten.

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