Inkassogebühren - Forderungen und Kosten

Mahn- und Vollstreckungsbescheide prüfen

Irgendwann im Laufe der Zeit kann es auch einmal vorkommen, dass Sie einen Mahn- und/oder Vollstreckungsbescheid erhalten. Behalten Sie einen klaren Kopf und überprüfen Sie sofort die Forderung auf Richtigkeit.

Haben Sie berechtigten Zweifel an der (Teil) Forderung haben, legen Sie unbedingt Einspruch ein. Das ganze sollte möglichst zeitnah nach Erhalt einer derartigen Mitteilung erfolgen und als Einschreiben mit Rückantwort geschickt werden. Rechtlich relevant ist der Poststempel bzw. das Eingangsdatum des Schreibens beim Empfänger.

Lassen Sie die aufgeführten Kosten und Gebühren sorgfältig prüfen! Beachten Sie dabei, dass an einen Mahn- bzw. Vollstreckungsbescheid Fristen gebunden sind, welche einzuhalten sind! Kontaktieren Sie dazu am besten eine Schuldnerberatung oder einen Fachanwalt. Hier wird Ihnen auf jeden Fall geholfen.

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Inkassogebühren - Keine Rechtspflicht zur Zahlung

Aufgepasst, man muss als Schuldner die Inkassogebühren nicht immer zahlen. Aber wann muss man zahlen und wann nicht? Wir wollen Ihnen beispielhaft zwei Sachverhalte aufzeigen:

Sie teilen dem Gläubiger nach Erhalt einer Mahnung schriftlich mit, dass sie zahlungsunfähig sind und bitten um eine Stundung oder Ratenzahlung. Dann müssen Sie keine Inkassogebühren zahlen, auch wenn später ein Anwalt eingeschaltet wird, der seinerseits Gebühren verlangt. Vergessen Sie dabei aber nicht, dass Sie immer in der Beweispflicht sind. Speichern Sie den Schriftverkehr ordentlich ab und schicken Sie Briefe als Einschreiben mit Rückantwort.

Sollten dem Gläubiger durch die Beauftragung des Inkassobüros Kosten entstehen, müssen diese noch lange nicht von Ihnen übernommen werden. Dieses gilt nur in dem Fall, dass Sie sich aufgrund der Mahnung oder der nicht fristgemäßen Ratenzahlung in Zahlungsverzug befinden.

Sollten Sie sich unsicher sein, kontaktieren Sie eine Schuldnerberatung oder einen Fachanwalt. Diese kennen die rechtlichen Grundlagen.

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Aufgepasst, nicht selten schicken Inkassobüros Ratenpläne raus, die einzig und allein darauf abzielen, dass Sie durch die Leistung einer ersten Rate, die gesamte Forderung und deren Richtigkeit anerkennen.

Wissen Sie, ob diese Forderung nicht eventuell schon verjährt oder die Kosten im Zusammenhang mit der Forderung berechtigt sind. So ein vorgefertigter Ratenplan ist nicht auf Ihre persönliche Situation zugeschnitten. Eventuell haben Sie noch andere Verpflichtungen, die hierbei gar nicht berücksichtigt und wesentlich wichtiger sind, z.B. Ihre Miet- und/oder, Stromschulden. Sollten Sie bei Mietzahlungen weiter in Verzug geraten, kann es zur Kündigung kommen und letztendlich sogar zur Obdachlosigkeit. Eine Ratenvereinbarung, die nicht auf Ihre Lebenssituation bezogen ist, kann letztendlich zur Folge haben, dass Ihre ganze Existenz vernichtet wird.