Fallbeispiel 6
Ausgangssituation
Klaus W., 45 Jahre, ledig, keine Unterhaltsverpflichtungen, von Beruf her Automechaniker, seit ca.30 Jahren berufstätig.Die letzten 5 Jahre als Angestellter einer Vertriebsgesellschaft tätig. Bis dahin lebte Herr W. in soliden Verhältnissen ohne Existenzangst. Seit über einem Jahre ist er nun durch eine damalige betriebsbedingte Auflösung seines alten Arbeitgebers bei einer Zeitarbeitsfirma tätig, die er über die Bundesagentur für Arbeit zugewiesen bekam. Beim Sachbearbeiter der Bundesagentur meinte man, er gehöre schon zum "alten" Eisen und ist schwer vermittelbar. Dazumal änderte sich sein ganzes Leben. Hatte er noch vor über einem Jahr einen gutes Einkommen, musste er nun mit über 650,00 EUR weniger im Monat auskommen.
Problembeschreibung
Beim Beratungstermin schildert Herr W. mir seine aktuelle Situation:
Klaus W. hatte bei seiner Bank knapp 25.000 € Schulden inklusive Zinsen. Er hat einen Ratenkredit und einen Dispo. Aufgrund des neuen Arbeitgebers konnte Herr W. auf Dauer die Rate von 450,00,- EUR nicht mehr bedienen und kam in Rückstand. Da er die hohen Raten nicht mehr zahlen konnte, hat er seinen Dispo kontinuierlich überzogen. Daraufhin wurde ihm der Kredit und das Konto gekündigt. Die Bank übergab die Fordrung an ein Inkassounternehmen worauf zeitnahVollstreckungsmassnahmen folgten. Da Herr W. bei der Zeitarbeitsfirma einen Stundenlohn von nur rund 8,00,- EUR bekam, lag er unter der Pfändungsgrenze. Damit verlief auch die Zwangsvollstreckung fruchtlos. Herr Klaus W. wurde darauf hin zu einer eidesstattliche Versicherung aufgefordet. Nach Abgabe dieser Versicherung unter eides statt, erhielt Herr W. eine Lohnpfändung und Kontopfändung.
Klaus W. wandte sich an mich.
Problemlösung = Erfolgsgeschichte
1. Nachdem ich Herrn W. im Erstberatungsgespräch erklärt hatte, wie er mit meiner Hilfe Schritt für Schritt wieder schuldenfrei wird, habe ich zunächst eine Planungssicherheit durchgeführt und nahm dieses zum Anlass mit einem Entscheider der Bank ein Gespräch zuführen.
2. Da wir letztendlich kein Gehör fanden haben wir dann zur Klärung der gesamten Schuldensituation das Inkassounternehmen hinzugezogen. Zwischenzeitlich wurde uns auch bekannt, dass die Bank die Forderung von Herrn Klaus W. an das Inkasso verkauft hatte. Mit diesen Informationen habe ich für Herrn W. über unsere geeignete Person gemäss § 305 InsO einen Schuldenbereinigungsplan erstellt. Nach einigem Verhandlungsgeschick unter Vorlage glaubwürdiger Unterlagen, stimmte das Inkasso unserem Plan zu. Herr W. zahlt heute monatlich 90,00,- EUR auf 72 Monate und ist danach schuldenfrei.
3. Leider konnten wir für Herrn W. in diesem Fall kein Sparpotentiale für die Zukunft errechnen. Herrn W. ist ist aber über den aussergerichtlichen Ausgang sehr glücklich gewesen, hatte man ihm zuvor über eine staatliche Schuldnerberatungsstelle nur die Aussicht auf die Insolvenz gegeben.
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